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Nicole Durrer Quartet.

Details

Datum: So, 10. Oktober 2021
BEGINN: 10:00
TÜRÖFFNUNG: 10:00
STATUS: in Vorbereitung
Achtmal Premièren am Sonntagmorgen um 10 Uhr vom 22. August bis 10. Oktober auf TVO – Das Ostschweizer Fernsehen. Und anschliessend auf tvo-online.ch/jazzfenster
Type: closed
Von Nicole Durrer weiss man, dass sie eben so gerne scattet, wie sie im Liederbuch ihrer Heimat Einsiedeln blättert. Auch Deutsch hat seinen Platz im Repertoire des Quartetts. Sprache als
Herausforderung und Überraschung? Es ist nicht die einzige dieses Konzerts.

Bild: © Peter Hummel


In der Musik des Nicole Durrer Quintetts treffen Welten aufeinander, die sich sonst eher aus dem Weg gehen. Volkslied trifft auf Jazzstandard und dazwischen findet auch eine mittelalterliche Melodie mit einem Text von Martin Luther seinen Platz. Dass sich Volkslied und Jazz berühren, ist nachvollziehbar, denn beides sind musikalische Genres, welche Improvisation zulassen und auch fordern. Doch wie hat sich mittelalterliches Liedgut ins Repertoire geschlichen? «Weil uns die Lieder gefielen», erklärt Nicole. «Auch wegen der Herausforderung, denn es ist nicht ohne, diese Sprache zum Klingen zu bringen. Gerade weil man versteht, wovon der Text handelt.» Die Selbstverständlichkeit, mit der sich Nicole Durrer Melodien aneignet, ist auch hörbar im Umgang mit Volksliedern aus Einsiedeln. «Die Melodie von ‹Sihlsee› trage ich mit mir herum seit mein Vater das Lied mit dem Männerchor eingeübt hat. Jetzt wurde daraus eine Melodie für Stimme und Kontrabass.»

Gitarrist Adrian Egli ergänzt: «Es ist doch egal, ob man diese alten, zum Teil mittelalterlichen Melodien, noch bewusst kennt oder einfach in seiner DNA herumträgt. Warum nicht dazu stehen, dass sie Teil unserer Kultur sind? Zudem sind die Texte zeitlos. Wenn wir Martin Luther zitieren mit ‹Wie treiben wir den Winter aus›, dann muss man nur Winter durch Corona ersetzen und schon sind wir im Heute.» Das Stichwort ist gefallen: Corona. Was hat der Lockdown an ihrer Musik verändert? Eine klangliche Erweiterung ist bereits im Repertoire eingebaut, denn Nicole Durrer spielt jetzt auch Oboe. Für sie eine Frage der Nachhaltigkeit: «Ich spielte dieses Instrument seit meiner Kindheit bis Mitte meiner Zwanziger Jahre intensiv, vor allem im klassischen Bereich. Auch eignet es sich bestens für die jazzige Improvisation. Ja, ich habe mich wieder in mein Instrument verliebt.» Adrian seinerseits hat begonnen, sich in die Welt der Elektronik einzuleben. «Anfänglich ging es mehr um die Konstruktion von Beats. Im Moment sind wir zu Hause am Experimentieren, wie wir die Elektronik in unseren Bandsound einfügen könnten.»

Text: Jodok Kobelt

Nicole Durrer – Gesang & Jazzoboe
Adrian Egli – Gitarren
Sandro Heule – Bass
Carlo Lorenzi – Schlagzeug

www.nicoledurrer.ch