SOEBEN #15:<br>Nomadton

SOEBEN #15 im KulturKonsulat: Nomadton spielt „Tishe!“

gjp_logo_klein3Fr, 6. Dezember, 20.15 Uhr
St.Gallen, KulturKonsulat, Frongartenstr. 9

SOEBEN IM KULTURKONSULAT

Vernetzte Grooves, Klänge und Improvisationen zwischen Jazz, contemporary Music und Indie. Die Konzert Serie „SOEBEN“ schafft neue Begegnungen und widmet sich vor allem der „neuen“, jungen Jazz Szene der Schweiz. Die Karten werden neu gemischt und ausgelegt. Dabei entsteht ein neuer Sound, ein einzigartigen Soundtrack, der sich sogleich wieder verflüchtigt.

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Freitag 6. Dezember 2019

#15 Nomadton spielt „Tishe!“

Sound
Der Mikrokosmos des Films lässt Raum für Kommentare und Interpretationen. Die Interaktionen zwischen den Musikern werden zum akustischen Makrokosmos und plötzlich ändern auch die Bilder ihre Perspektive. Surreales wird zum tragenden Element, in der nächsten Sequenz zum Gegensatz. Poetische Synthese und harte reale Sounds.

Sven Bösiger: rectronics & trümpi
Patrick Kessler: kontrabass & electronics
Film: Tishe! – ohne Tonspur

Film
TISHE!
Russland 2002 – Regie: Victor Kossakovsky
Die Kunst des Straßenbaus oder kleine Philosophie des Lochs. Von seinem Fenster in St. Petersburg aus blickt Victor Kossakovsky auf die Straße. Ein Loch im Asphalt. Ein Bautrupp fängt an, das Loch zu verschließen. Aber der Asphalt reicht nicht aus, ein kleines Loch bleibt. Autos im Winter. Lassen stundenlang den Motor laufen. Was tun die Insassen? Worauf warten sie? Ein Betrunkener im Park gegenüber wird von der Polizei kontrolliert. Eine vielleicht verwirrte Frau, die Schnee in ihre Taschen sammelt. Kossakovskys Film ist inspiriert von der Kurzgeschichte „Des Vetters Eckfenster“ von E.T.A. Hofmann. Während eines Jahres hat er seine Straße gefilmt und folgte dabei immer den zufälligen Begebenheiten. Mit Tishe! wirft er einen fragmentarischen Blick auf die kleine Welt seiner Straße. In ihr spiegelt sich die große Welt, der aktuelle Zustand der russischen Gesellschaft. Der Blick auf die Straße: ein philosophischer Einblick, ironisch-verspielt.

„Normalerweise beachten wir die Dinge nicht, die direkt vor uns sind. Der Film ist in gewisser Hinsicht ein Beispiel dafür, was sich direkt vor deinen Augen entwickeln kann, wenn du dir die Mühe nimmst, hinzusehen. Irgendwie transformiert sich diese realistische Geschichte ins Surreale, ins Abstrakte.“ Victor Kossakovsky


 

Tür: 19.30 Konzert: 20.15
Eintritt frei wählbar 15.- / 20.- / 25.- / 30.- / 40.-