LUCIA CADOTSCH – SPEAK LOW
& SOEBEN#7 VINCENT GLANZMANN SOLO

gjp_logo_klein3Do, 27. September, 20.30 Uhr
St.Gallen, Palace, Blumenbergplatz

LUCIA CADOTSCH – SPEAK LOW
& SOEBEN#7 VINCENT GLANZMANN SOLO

3-LUCIA-CADOTSCH-SPEAK-LOW-Universum-©-Michael-JungblutEs gibt viele Sängerinnen, die Jazzstandards so darbieten, wie sie üblicherweise gesungen werden. Und dann gibt es Künstlerinnen wie die mittlerweile verstorbene Betty Carter oder Cecile McLorin Salvant (die beim Jazzfest Berlin 2015 einen fulminanten Auftritt ablieferte), die Risiken eingehen und dafür reich belohnt werden. Lucia Cadotsch gehört zu den letzteren, wobei es undenkbar wäre, sich ihre Interpretationen von „Speak Low“, „Don’t Explain“ oder „Moon River“ ohne die Mitwirkung des Saxofonisten Otis Sandsjö und des Bassisten Petter Eldh, beide aus Schweden, vorzustellen. Lucia Cadotsch wurde 1984 in Zürich geboren und studierte Jazzgesang in Berlin und Kopenhagen. Bekannt wurde sie durch ihre mehrjährige Zusammenarbeit mit der Pianistin und Sängerin Johanna Borchert. Mit ihren beiden Partnern entwickelt sie für jeden einzelnen Song ein unverwechselbares Format und haucht dem vertrauten Material durch die Anwendung umfangreicher musikalischer Vokabulare neues Leben ein. Sie erlangen so nichts weniger als einen neuen Zugang zu bekannten Liebeskummerklassikern, mit kühl spektakulärem Ergebnis.

Die für den ECHO Jazz 2017 ausgezeichnete Sängerin Lucia Cadotsch hat sich mit dem Album SPEAK LOW einen langjähringen Wunsch erfüllt: Gemeinsam mit den Meistern des Retrofuturismus Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon singt sie eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2017 tragen. In drei Tagen mit drei Instrumenten direkt auf Band gespielt. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain!

Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern.

Line-up:
Lucia Cadotsch (CH) – Gesang
Otis Sandsjö (SE) – Tenorsaxophon
Petter Eldh (SE) – Kontrabass

Album:
Lucia Cadotsch – SPEAK LOW (enja/yellowbird records 2016)
Lucia Cadotsch – Speak Low Renditions (enja/yellow records 2017)

Videos:
SLOW HOT WIND live on Alpha Centauri

https://www.youtube.com/watch?v=J8URusX_2rU

Strange Fruit / Ain’t Got no live at Schaffhauser Jazzfestival

https://www.youtube.com/watch?v=2u__GfUYDyw

Website Lucia Cadotsch


SOEBEN#7 Solo Vincent Glanzmann –<°>^.°-s-^

180214_VincentGlanzmannPortrait_DZX2040_V_web_670Zeitgleich mit dem Release des kryptischen Albums „Z/Rzw-Shiiiiiii“ präsentiert Vincent Glanzmann das elektro-akustische Stück –<°>^.°-s-^.  Über den für ihn charakteristischen Umgang mit Konzept und Klang demonstriert er ein innovatives und eigenwilliges Verständnis kontemporärer Perkussion. Belebende, fokussierte und körperliche Musik, welche überrascht, erfrischt und die mentale Kreativität des Zuhörers anzuregen vermag.

Der in Zürich (CH) wohnhafte Schlagzeuger ist als Performer und Komponist in einer Vielzahl Kollaborationen mit Künstlern unterschiedlicher Sparten tätig. Seine verspielte Art konzeptuell zu arbeiten macht ihn zu einem aktiven Teil der progressiven Schweizer Improvisations-, Pop- und Jazzszene. Mit seiner unverkennbaren Klanglichkeit, Energie und körperlichen Spielweise, welche oft Präparationen und alternative Techniken beinhaltet, färbt er ein breites Spektrum der kontemporären Zürcher Musik.

Ein spezielles Interesse gilt der Zusammenarbeit mit anderen Perkussionisten. Prominentestes Beispiel dafür ist seine Arbeit mit dem New Yorker Schlagzeuger Gerry Hemingway – Composition O. Eine Kollaboration, die direkt aus Glanzmanns Solo Tätigkeit entstanden ist. Bei welcher ihn primär das Kultivieren einer persönlichen und intimen musikalischen Sprache interessiert.

Ob in selbstinitiierten Projekten oder in Auftragsarbeiten, sein Fokus liegt auf der Verarbeitung inner- und aussermusikalischer Themen über Konzeption, Komposition und Spiel. Vergangene Kompositionsaufträge beinhalten das Konzept zu einer „100-jährigen Mühle, Gesang & Schlagzeug“ oder aber die Solo-Komposition zum Tanzstück „Up/Beat“, welche er als Solist zusammen mit dem Luzerner Ballet am Luzerner Theater aufführte. 2017 erhielt er eine weitere Auftragskomposition des Tanz Ensembles des Luzerner Theaters für das Stück “Variationen des Seins” und releaste 2018 sein zweites Album unter eigenem Namen. Zur Zeit arbeitet er an der Musik für ein Tanzstück im Auftrag des Theaters Kiel.

2012 schloss er den Master of Arts in Music, Performance Jazz an der Hochschule für Musik Luzern ab und ist seither als Freelancer und selbständiger Künstler in der Schweiz und Europa tätig. Im Dezember 2016 war er „Artist in Residence“ im Jazzclub Moods Zürich und wurde 2017 mit dem “Werkjahr” der Stadt Zürich geehrt.

Er war Mitveranstalter der Zürcher Konzertreihe Seismogram und im Beirat des Unerhört Festivals tätig. Zur Zeit engagiert er sich ehrenamtlich im Moods Musiker Rat. In diesen Zusammenhängen ist es ihm wichtig die improvisierenden und progressiven Musiker der Schweiz zu unterstützen und zu präsentieren.

www.vincentglanzmann.ch | www.facebook.com/vincent.glanzmann


Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Palace St.Gallen.

Eintrittspreis: 23.- (Gambrinus-Member: 18.- / Kulturlegi 11.50), Vorverkauf