Harmonien und Disharmonien - Konzertgottesdienst mit Claude Diallo und Hansruedi Felix

gjp_logo_klein3So, 8. November, 10 Uhr
St.Gallen, Kirche St.Laurenzen, Marktgasse 25
Im Rahmen der Jubiläumswoche «20 JAHRE GAMBRINUS JAZZ»:

gambrinus jazz plus | Claude Diallo

Der St.Galler Jazzpianist Claude Diallo spielt am Flügel, Pfarrer Hansruedi Felix spricht zu Harmonien und Disharmonien – oder eben Jazz, zum 20-jährigen Bestehen von gambrinus jazz plus in St. Gallen.

Konzert-Gottesdienst als öffentliche Veranstaltung für Geburtstagsgäste und Gemeinde.
Eine Kinderhüte wird angeboten.

Beginn: 10 Uhr
Eintritt frei – Kollekte


Der Marathon-Jazzer – St.Galler Tagblatt Online

Erst Anfang 30 ist der Stadtsanktgaller Pianist Claude Diallo und bereits der umtriebigste und wohl auch bekannteste Jazzer der Ostschweiz. Diallo ist ein untypischer Jazzer. Keiner, der sich hinter Notenbergen und Arrangements versteckt, und keiner, der im geheimen allzu verkopft an seinen Projekten feilt. Vielmehr ist er ein herausragender Pianist, der sich zusammen mit anderen musikalischen Freigeistern auf der Bühne immer wieder neu erdenkt und entwickelt; ein menschliches «work in progress» sozusagen. Und – Claude Diallos engagierte Leidenschaft hat ihn von allem Anfang an angstfrei durch die musikalische Welt ziehen lassen. Jene hat ihn bereits wortwörtlich um die Welt getrieben.

Musikalische DNA
1981 als Sohn einer Geigerin und eines Geigers des Symphonieorchesters St. Gallen geboren, war seine musikalische DNA vorgeprägt. Doch es war nicht die Klassik, die ihn verführte, sondern der Jazz von Oscar Peterson. Nach einem Bachelor Degree in Performance an der renommierten amerikanischen Musikerschmiede Berklee College of Music in Boston übersiedelte der schier obsessiv übende Pianist 2007 nach New York, erlangte dort seinen Masters Degree und machte den Big Apple zu seinem Lebensmittelpunkt. Seither pendelt er zwischen der Ostschweiz und den USA und bereist auf seinen Tournées die Welt. Obwohl er sich 2007 entschied, fortan in den USA zu leben, gründete er im gleichen Jahr seine wichtigste Formation, das Trio Claude Diallo Situation. Jenem gehört auch sein musikalischer Wegbegleiter, der Ostschweizer Schlagzeuger Massimo Buonanno an. Komplettiert wird das Trio mit dem französischen E-Bassisten Laurent Salzard.

Ein Netzwerker
Diallos musikalische Entwicklung und sein mittlerweile rund ein Dutzend Tonträger umfassendes Werk blieb in der Ostschweiz nicht unbemerkt. 2008 gewann er den Kulturpreis der Stadt St. Gallen, 2011 jenen des Kantons St. Gallen. 2012 gewann er den «Kind of Jazz Award» als beste Schweizer Jazzband. Anders als viele seiner Fachkollegen ist Diallo auch ein Netzwerker. Seine multiplen Projekte und sein gewaltiger Tournéekalender machen ihn zu einem nimmerruhenden Marathon-Jazzer. Diallos Musik ist vielfältig, groovig, experimentell, ausgewogen, wunderbar arrangiert und dank klassisch-melodiöser Schönheit auch für Nichtjazzer zugänglich. Bevor er erneut zum transatlantischen Sprung ansetzt, präsentiert er gleich zwei neue CDs – für einen Marathon-Mann gehört sich dies nicht anders.”

Quelle: St.Galler Tagblatt, Michael Hasler
» Webseite des Künstlers


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