Gambrinus Jazz News

40 Jahre «Jazz in Basel» und andere Jubiläen im Westen

Manchmal äugen wir schon etwas neidisch gen Westen, wenn beispielsweise Basel im April und Mai wieder zur Schweizer „Metropole des Jazz und Blues“ wird und ein grosses Jubiläum feiert: 40 Jahre „Jazz in Basel“ und 25 Jahre „offbeat Jazzfestival Basel“. Die Eröffnungsgala im Stadtcasino Basel am 16. April ist zugleich das Offbeat Festival-Highlight. (www.offbeat-concert.ch)

Ebenso zündet das „Blues Festival Basel“ im Volkshaus zum 16. Mal ein brillantes Feuerwerk mit Blues-, Zydeco- und Cajun-Grössen. Ein grosses „Get Together“ von alt und jung, längst bekannt aber immer wieder überraschend sowie erfrischend neu. (www.bluesbasel.ch)

Rechtzeitig zum Jubiläum erscheint die Publikation „Jazz Basel – Vier Jahrzehnte Stars und Szene“. Reich an Details, Anekdoten und Hintergrundinformationen aus der Welt der Jazzstars und Veranstalter, ermöglicht die Publikation einzigartige Einblicke in die umtriebige Szene. Ausserdem liefert Urs Ramseyer, der Kenner der Jazzszene Schweiz, eine detaillierte und mit vielen prominenten Namen gespickte Rückschau auf die 1950er- und 1960er-Jahre in Basel. Die eindrücklichen Bilder der Jazzfotografen Peewee Windmüller, Bernhard Ley und Röné Bringold spiegeln die spannenden Berichte von Zeitzeugen aus der Region.

40 Jahre Internationales Jazz Festival Bern
Gegründet 1976 von Hans Zurbrügg (Hotel Innere Enge in Bern) findet es seit 2003 Jahre für Jahr während ganzen 10 Wochen statt und hat sich in der Schweizer Festivalszene fest etabliert. Es wird jährlich von mehr als 20’000 Jazzfreunden besucht.

Das Programm des diesjährigen Jazz Festivals beinhaltet mehr als 200 Einzelkonzerte von Jazz-, Blues- und Soulgrössen aus der ganzen Welt. Bestritten werden diese von 150 Musikern. An der Opening Night im Zentrum Paul Klee stehen zum Beispiel Michel Camilo & Tomatito sowie in einem parallel dazu stattfindenden Konzert Stefano Bollani & Hamilton De Holanda auf der Bühne. (www.jazzfestivalbern.ch)

Und noch weiter westwärts: Das Cully Jazz Festival

Zum 33. Mal geben sich am Genfersee nationale und internationale Musikgrössen das Mikrofon in die Hand. Das Festival bietet ein herausragendes und spannendes Programm. Da sind zum Beispiel bereits bekannte Vertreter der jüngeren Generation von Jazzsängern wie Gregory Porter, ausserordentliche Jazzmusiker wie Brad Mehldau, Joshua Redman und John Scofield und eine noch eher unbekannte Tochter einer umso bekannteren Mutter, die nach ihrem international gefeierten Album zum ersten Mal in der Schweiz auftreten wird: Lisa Simone, die Tochter von Nina Simone.

Das Cully Jazz Festival begrüsst in diesem Jahr elf Schweizer Gruppen. Unter ihnen Stephan Eicher, der das Lavaux gewählt hat, um seine neue Show vorzustellen, in der er in einer erstaunlichen Bühnendarstellung von Musiker-Automaten begleitet wird! Die unerschrockene Sängerin Erika Stucky wird wiederum begleitet von einer grossartigen Blaskapelle aus Österreich, während Andreas Schaerer alias „Human Beatbox“ (in Cully entdeckt mit seiner Band „Hildegard Lernt Fliegen“) auf die Percussionen von Lucas Niggli treffen wird. Elina Duni und Moncef Genoud nehmen ihrerseits Besitz des Tempels. Und auch Nik Bärtsch und viele weitere Musiker gibt es hier zu entdecken. Schauplatz des musikalischen Geschehens bilden drei verschiedene Bühnen sowie vierzehn Weinkeller und diverse Cafés in Cully. Etwa siebzig Konzerte sind kostenlos. www.cullyjazz.ch